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Dialog

  • Martin Buber
  • 30. Aug. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

„Die Welt ist dem Menschen zwiefältig nach seiner zwiefältigen Haltung. Die Haltung des Menschen ist zwiefältig nach der Zwiefalt der Grundworte, die er sprechen kann. Die Grundworte sind nicht Einzelworte, sondern Wortpaare. Das eine Grundwort ist das Wortpaar Ich–Du. Das andere Grundwort ist das Wortpaar Ich–Es; (…) somit ist auch das Ich des Menschen zwiefältig. Denn das Ich des Grundworts Ich–Du ist ein anderes als das des Grundworts Ich–Es.“(Martin Buber: Ich und Du, Reclam, Stuttgart 2008, S. 3)

Somit bildet der Mensch seine Identität vornehmlich in Relation zu dem ihn Umgebenden. Hierbei kann der Mensch seine Umgebung, die darin enthaltenen Dinge und Menschen erfahren oder gebrauchen; dann bildet er sein Ich in Abgrenzung zu einem Es. Oder er begegnet seiner Umgebung in einer lebendigen Beziehung; dann bildet er sein Ich in Abgrenzung zu einem Du.(Martin Buber: Das dialogische Prinzip, 1984, S. 10)

Ein Umgang mit der Umwelt als Es ist daher notwendig. Wird diese jedoch ausschließlich mit dieser Gebrauchshaltung betrachtet, findet kein wirkliches Leben statt.(Martin Buber: Das dialogische Prinzip, 1984, S. 37)

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