Von Mensch zu Mensch.
- Barry Stevens
- 13. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Feb.
Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen.
Am Ende ihres Buches Von Mensch zu Mensch schreibt Barry Stevens:
Das Ende: Ein Beginn
Wenn dies wirklich „das Ende“ dieses Buches ist, dann ist nichts geschehen.
Wenn der Leser es weiterführt und der Erfahrung dieser Seiten etwas hinzufügt, dann geschieht etwas.
Es gibt zwei Arten des Weiterführens. Für einige wird es vertikal sein – Individuen, die „weiter“ gehen als irgendeiner von uns in diesem Buch es getan hat, tiefer in sich selbst hinein.
Das horizontale „Weiter“ meint uns alle, die wir uns einzeln immer mehr dahin bewegen, wir selbst zu sein und andere sie selbst sein zu lassen. Dies hilft, einige Menschen für das Vertikale freizugeben.
Ohne das horizontale „Weiter“ erreicht das vertikale „Weiter“ allerdings nichts.
Deshalb ist alles, was jeder einzelne von uns tut, wichtig und allem anderen gleichwertig. So ist dieses Buch uns allen gewidmet – um zu erforschen, auszudrücken und vollständiger das zu leben, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.
Sei nicht wie das Kind in allem, Kind,
denn das Kind bricht in seiner ungeduldigen Neugierde die Knospe auf,
und die Blüte, die es so sehr zu sehen wünschte,
ist für alle auf der Welt für immer verloren.
Lass dich selbst entfalten
ohne Eingriffe – nicht einmal von dir.
Lass auch dein Leben sich um dich herum entfalten,
ohne Eingriffe von dir.
Lege die Ungeduld ab und lass deine Neugierde
leicht über dieses sanfte Entfalten spielen,
welches das Wesentliche ist für die Blume deiner selbst;
denn du selbst und dein Leben und die Welt sind eins.
Wenn du nur dieses sanfte Entfalten ausprobieren mögest, Kind,
dann wird das Erblühen deiner selbst
mehr sein, als du dir vorstellen kannst,
und auch mehr als alles, was zu sein du dir gewünscht
und herbeigesehnt hast.
(Barry Stevens: Von Mensch zu Mensch. Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen. Mit Carl R. Rogers. 1. Auflage. Gießen: GikkPRESS, 2002.)
